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Nachdenkliches

26
Sep
2009

Wählt orange

Was ich am erstaunlichsten bei den Piraten finde: Niemand von den zahlreichen Menschen, denen ich das bisher erzählt habe, hat mich dafür kritisiert, dass ich gesagt habe, dass ich die Piraten wählen werde.

5
Jun
2009

Freie Tage abwärts

Freie Tage sind verschwendete Tage. Das sagt mir zumindest meine Stimmung. Den morgigen Stimmungsabschwung kann ich jetzt schon spüren.

Dabei war das jetzt einige Monate lang ein wenig anders. Andere Menschen hatten Interesse an mir. Aber nun hat mich die Realität wieder eingeholt und ich kann mich nicht mehr mit Beschäftigung aus ihr flüchten.

Wobei ich das Experiment fremde Leute nicht mehr anzusehen wohl auch wieder aufgeben muss. Das ist genauso anstrengend, wie ihnen nachzusehen.
Aber die Erfahrung der Jahre lehrt eben, dass nichts (weder auf Leute zugehen, noch von ihnen weggehen) etwas nützt.

1
Jun
2009

Urlaubsende

Warum ist es so schwierig einen Sinn im Leben zu finden?

Ist zum Beispiel Geldverdienen ein Sinn, oder Heiraten und Kinderkriegen? Oder Freunde haben und Partys feiern? Oder Bildermachen, Lesen und Kochen?

Oder ein gutes Leben leben?

22
Apr
2009

Schwarze und weiße Magie

"Gib mir meinen Burschen heraus!" - "Deinen Burschen? Ich kenne ihn nicht!" - "Es ist Krabat, den ich liebhabe."

Und später:

"Woran hast du mich trotzdem erkannt?" - "Du warst der einzige, der Angst hatte. Angst um mich. Daran habe ich dich erkannt."

Wer etwas wichtiges zu sagen hat, braucht nicht viele Worte.

(Im Zuge meiner Recherche nach guter (=lesbarer) Literatur habe ich als nächstes "Krabat" hervorgekramt. Wofür andere Autoren 50 Seiten brauchen, braucht Preußler nur 2 Seiten. Empfehlung.)

17
Apr
2009

Weise Worte?

Der Krieger des Lichts denkt nicht in Kategorien der Abhängigkeit, sondern in denen der Unterstützung.

13
Apr
2009

Urlaubslektüre?

Ich höre immer wieder Leute, die sagen: "Mehr als einen Liegestuhl und ein gutes Buch brauche ich im Urlaub nicht."

Deswegen habe ich das selber mal wieder ausprobiert und einen Jugendfantasyroman aus dem Keller geholt, den ich früher sehr gut fand; zumindest die Autoren.

"Das Haus erbebte unter der Gewalt, mit der die beiden ihre Klingen kreuzten, und Eric glaubte schon nach den ersten Hieben Anzeichen von deutlicher Überraschung auf Azazels ebenholzschwarzem Gesicht zu erkennen. Ganz offensichtlich hatte der Höllenfürst damit gerechnet, leichtes Spiel mit dem Cherub zu haben."

Wenn ich mich recht erinnere wird sich der (kleine) "Cherub" später als der Erzengel Michael herausstellen.
Weiterhin wenn ich mich recht erinnere ist der Inhalt dieses Romans sehr kurz zusammengefasst: Gut und Böse haben sich wieder mal zufällig einen Menschen herausgesucht und das Böse versucht diesen auf seine Seite zu ziehen und das Gute versucht das zu verhindern. Wenn es dem Bösen gelingt, so wird mit der letzten Schlacht (Armaggedon) das Ende der Welt besiegelt. Viel mehr Inhalt gibt es aber nicht. Die restlichen 600 Seiten sind viel Gerenne, Leute entführen, vorhersehbare Prügeleien mit schwarzen Höllenwesen und ein erstaunlich lockerer 15-jähriger im Mittelpunkt von dem Ganzen.

Ich glaube, das ist mir viel zu wenig. Und selbst ein Liegestuhl wird daran nichts ändern.

(Achja: Es handelt sich um "Krieg der Engel" von Wolfgang und Heike Hohlbein.)

27
Mrz
2009

Wo Flow

Wann hatte ich das letzte mal "Flow"? Also das komplette Aufgehen in der aktuellen Tätigkeit, ohne, dass man sich oder die Umgebung wahrnimmt. (Sowas macht nämlich grundlos glücklich...)

Vorhin zum Beispiel war ich im Wald (200m von Renke entfernt) und habe Löwenzahn ausgebuddelt und gewaschen. Da habe ich mich und mein Denken für ein paar Minuten vergessen.
Mit dabei war übrigens Aprilregen, eine verschmutzte Hose, ein Karbonpfeil, eine hübsche kleine Stofftragetasche. Und die Ausbeute nach einer Stunde waren etwa 15g Wurzeln.

Und davor? Ich erinnere mich nebelhaft, dass ich vor kurzem einen ähnlichen Fall bei einer körperlichen Tätigkeit hatte. Aber was das genau war, weiß ich schon nicht mehr. Kurz war es aber auf alle Fälle.

Und davor??

Ich will mehr davon. Muss ich jetzt arbeiten?

15
Feb
2009

Abgefrorene Zehen

Und man denkt sich nichts dabei.

Derzeit kann mein Projekt "Erwartungslosigkeit" noch nicht als erfolgreich angesehen werden: Ablehnung zieht mich immer noch weit runter, Ignorierung nicht ganz so weit und Bestätigung zieht mich nach oben. Im Moment bin ich relativ weit oben. Am Donnerstag recht weit unten.

Heute morgen war ich mit dem Fahrrad unterwegs (toller Plan im Winter bei Schee...) und obendrein ist ja eigentlich Sonntag...
Dennoch war ich an vielen kleinen Stellen sehr belustigt: Jogger die sich gerade "eingehen" und deshalb von mir einen sehr skeptischen Blick ernten und darüber lachen müssen. Eine junge Frau (16?), die offensichtlich grundlos, aber mit Handy am Ohr durch den Ort rennt. Eine völlig übertriebene Brücken- und Unterführungskonstruktion für ein ganz kleines bisschen 2-spurige Straße...

Und das alles wird deswegen sehr viel positiver, weil es Menschen gibt, die mir sagen, dass sie mich oder das was ich tue gut finden. So habe ich neuerdings einen bekennenden Fan meines Bilderstroms (eigentlich -getröpfel).

30
Jan
2009

Programme schreiben sich selbst

Manchmal ist das Universum in seiner Güte fast vorhersehbar: Ich suche nach neuen Erkenntnissen zum Thema Programmierung und ich finde alte Erkenntnisse: The Tao Of Programming

Ich komme mir schon halb-erleuchtet vor:
4.4 [...] True, sometimes there are difficult problems. I see them coming, I slow down, I watch silently. Then I change a single line of code and the difficulties vanish like puffs of idle smoke.

Leider schreiben sich meine Programme nicht von selbst, zumal ich in den letzten Jahren vom echten Pfad abgekommmen bin.

(Soviel Scherz in dem verlinkten Text drinsteckt, es steckt mindestens genausoviel Weisheit darin.)

28
Dez
2008

Zitate 36

"Show me a heart unfettered by foolish dreams and I'll show you a happy man."

Deswegen ist mein Vorsatz für das kommende Jahr: Weniger Hoffnung und dadurch mehr Glück.

Because hope is the path to the dark side: Hope leads to anger. Anger leads to hatred. Hatred leads to suffering.
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Notizen an mich selbst

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Programmierer von Beruf. Frager aus Passion. Briefverteilzentrum 79 als Nachbarschaft. Außerdem: Kochen, Bilder, Sport.

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