23
Mrz
2007

Theater mit Hut

Eigentlich trage ich meinen Hut ja viel zu selten. Heute abend war eine dieser raren Gelegenheiten: Im Theater im Stück "Arsen und Spitzenhäubchen". Und natürlich habe ich meinen Hut abgenommen.
Aber die meisten Darsteller hätten tatsächlich ohne rot zu werden ein Spitzenhäubchen tragen können. Das Durchschnittsalter der Darsteller lag bei etwa 60.
Die Inszenierung war wohl - wie ich mich erinnere - recht nah am Original und die Schauspieler haben ihre Sache gut gemacht.
Aber ich glaube Theater ist nichts für mich. Es ist irgendwie zu "unperfekt": Mir fallen die kleinen Fehlerchen und Pausen auf, die es zum Beispiel in einem (Kino-) Film nicht gäbe.
Trotzdem eine wichtige Erfahrung. Ab jetzt kann ich wieder mitreden.
Kolibri-Butzine - 24. März, 23:46

Theater, Theater, der Vorhang geht auf...

...und das war dann auch schon das Spannende daran.
Theater ist mir nicht nur zu unperfekt, sondern auch zu laut, zu poltrig, zu ungeschliffen.
Im Film kann man eine Szene nochmal drehen, wenn sie nicht geklappt hat. Im Theater bekommt man die volle Breitseite ab.
Und bezahlt mindestens genauso viel.

Nönö... ich bin ganz deiner Meinung: Theater ist nichts für mich.

Nielsson - 25. März, 11:56

Vielleicht sollte man etwas im Theater sehen, was nicht (auch) im Kino zu sehen sein könnte? Sowas wie Ballet oder "klassische" Bühnenstücke (für die Bühne geschrieben). Andererseits: Da würde wahrscheinlich kaum jemand kommen...
Kolibri-Butzine - 25. März, 12:09

Ja, wahrscheinlich. Und von wegen Ballett... Also wenn ich das sehen wollte, ginge ich direkt zu einer Ballettaufführung. Für "eingestreute" Gesangs- und Tanzeinlagen habe ich überhaupt nichts übrig. Die Amerikaner lieben das ja. Ich kann dem nichts als Langeweile abgewinnen. Im Film oder im Theater - das ist gleich.

Lively - 25. März, 12:42

Ich komme aus einer Theaterstadt und ich liebe das Theater. Freilich nicht alles, aber eine ziemlich große Bandbreite. Vor allem das Unperfekte ist doch hier erwähnenswert - schon richtig: Im Film kann alles noch einmal gemacht werden. Auch die verschiedenen Inszenierungen finde ich spannend. Selbst wenn sie von Kritikern zerrissen werden, hat man doch immer noch eine subjektive Sicht auf z.B. nackige Hänsel und Gretel oder eigenartige anmutende Mephisto-Interpretationen. Also ich find's toll!

Kolibri-Butzine - 25. März, 12:45

Danke! Nun weiß ich wenigstens, dass das Theater seine Berechtigung hat! ;)
amazingdiscoveries - 28. März, 22:33

dafür kann theater auch viel verstörender - weil eben direkter - sein als ein film. in freiburg lief ja vor einiger zeit "geschlossene gesellschaft". Das war recht gut und sehr eindrücklich, gerade durch die räumlichen Verhältnisse auf der Bühne. Niemand lenkt die Aufmerksamkeit auf etwas bestimmtes durch einen close-up - der Zuschauer ist gefragt!
Allerdings ist ein schlechtes Theaterstück auch schwiergier zu ertragen als ein gutes.

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