Exakt auf einer Wellenlänge und sei es nur einmal am Tag:
Ich: "Ja, wir könnten in die Wilhelma."
Sie: "Super! Ich hätte ja gar nicht gewagt das vorzuschlagen. Aber bei dem Wetter ist das perfekt."
Und das war nicht das einzige Mal.
Nielsson - 16. September, 09:19 -
Sekundenglück
Dieser unnachahmliche Geruch von abgeriebenem, erwärmtem Metall, den man nur in den U-Bahn-Schächten der Großstädte findet. Dieser Geruch weckt bei mir immer Assoziationen mit Größe, Komplexität und menschlicher Distanz. Großstadt eben?
Größer sind sie ja auf jeden Fall, in jeder Beziehung: Die "zentrale Liegewiese" ist am warmen Spätsommertag dann fast überfüllt. Der Stadtplan ist unübersichtlicher und der enthält die Buslinien gar nicht, weil man ihn sonst nicht mehr lesen könnte. Dafür kann man hier in der großen Innenstadt aber einfach so - ohne Blick auf den Fahrplan - zur Bahn gehen und einsteigen und wenig später ankommen.
Wo viele Leute auf engem Raum zusammen sind, die sich nicht kennen wird es aber auch unpersönlicher: der typische am vollen Bahnsteig aneinandervorbeischauende Blick. Hier lächelt auch niemand. Wirklich niemand.
Aber warum sollte man lächeln? In spätestens 2 Minuten ist die Person in der nächsten S-Bahn oder U-Bahn verschwunden. Die fahren hier schneller als im Minutentakt durch.
Mein einziger Zufallskontakt mit mehr als einem Wort waren dann auch andere Touristen, die das S-Bahn-System nicht verstanden haben und mich gefragt haben in welche Richtung sie denn jetzt fahren müssen.
Vielleicht ist auch das Leben in einer Großstadt anstrengender? So wie das Fahren auf einer 3-spurigen Autobahn anstrengender ist als das auf einer 2-spurigen?
Großstädte sind größer, aber sind sie auch anders?
Würde ich in einer Großstadt leben wollen?
Nielsson - 16. September, 09:05 -
Nachdenkliches