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Heiraten in Italien

Neben den schriftlichen Dokumenten habe ich auch einige Bilder aus dem Jahr 2000.
Es handelt sich hierbei zwar um größtenteils nichtssagende Bilder (der Fluß in der Nähe oder eine herbstliche Straße oder sowas). Aber immerhin zwei Ereignisse kann man darauf erkennen: Die kleine Radtour im Sommer und die Hochzeit von einem Bruder in Italien.

Das war schon die zweite Hochzeit dieser Art (in Italien), auf der ich dabei war. Zwei Brüder mit zwei Italienerinnen.
Beide Hochzeiten haben sich sehr stark geähnelt. Und das reicht mir schon, um eine kleine These über italienische Hochzeiten allgemein zu formulieren: Es scheint nur zwei wichtige Dinge zu geben: Die kirchliche Trauung und das Essen danach.
Beides scheint recht ritualisiert zu sein. Die Trauung findet in der "Dorfkirche" statt. Dort fährt die Braut mit einem schwarzen Alfa-Romeo vor. Das Kleid ist klassisch. In der Kirche wird gleichzeitig kirchlich und rechtlich geheiratet (zwei Unterschriften). Beim Auszug wird Reis geschmissen.
Danach geht es dann zu einer besonderen Lokalität (meist Burg oder Schloß) und dort wird dann gegessen. Zuerst Kuchen und danach ein mehrgängiges Abendessen. Währenddessen gibt es den netten Brauch der spontanen Auguri-Rufe. Das machen die Gäste, "auguri" rufen, und dann müssen sich Brautleute, deren Eltern oder sonstige Paare vor aller Augen küssen.
Um etwa neun Uhr am Abend ist man dann völlig vollgefressen und muss nach Hause fahren.

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